1975 - 2015 - 40 Jahre Freier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord e.V.
1975 - 2015 - 40 JahreFreier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord e.V.

 

 

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Literatur in der Remise

Von Krimhild Stöver und Ingrid Blohm (Pseudonym Inge Ried) wurde im Jahr 2008 eine an jedem ersten Mittwoch im Monat wiederkehrende, von 19-21 Uhr stattfindende Autoren-Lesung von jeweils bis zu drei (wechselnden) FDA-Autoren ins Leben gerufen.

Aktuell wird die Remise von Ingrid Blohm und Dorit Berger betreut. Den Kontakt zur Presse hält unser Mitglied, Frau Dorit Berger in Händen.

 

Die Lesungen finden in der "Remise" statt -die Remise, neben der "Klosterschänke"- gehört zu dem Bereich des ehemaligen Huder Zisterzienserklosters.

Der örtliche Rahmen ist für bis zu zwanzig Gäste gedacht und sehr ansprechend gestaltet.

Auch die Presse besucht diese Veranstaltungen gern und berichtet entsprechend.

 

Nach den Lesungen gibt es -bei dem ein oder anderen Getränk- immer wieder zwanglose Diskussionen mit den Autorinnen bzw. Autoren. In der kalten Jahreszeit immer auch gern am prasselnden Kaminfeuer.

 


Autoren, die Interesse haben aus ihren Werken vorzutragen, werden gebeten, sich mit Ingrid Blohm unter ingeried@gmx.de in Verbindung zu setzen.
 

 

Begeisterten das Publikum mit ihren Texten und Liedern: Ulrike Noltenius und Detlef Welker. Bild: Klosterremise
Literatur:
 

Ernste Themen mit versöhnlichem

 

Schluss

 

Hude Die Lesung von Ulrike Noltenius und Detlef Welker in der Huder Klosterremise habe die Besucher begeistert, berichtet Dorit Berger, die die Remise betreut. Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord, der die monatliche Reihe „Literatur in der Remise“ organisiert, hatte

die Beiden eingeladen.

 

 

Ulrike Noltenius aus Osnabrück und Detlef Welker aus Hude ergänzen sich schon seit einigen Jahren literarisch und musikalisch. Beide schreiben Lyrik und Prosa.

Waren die Beiden bisher überwiegend mit heiteren Texten und Liedern unterwegs, so ging es dieses Mal um ernstere Themen. Herbstmelancholie zog durch die Gedichte, autobiografische Erinnerungstexte und Gedanken zum eigenen Sein trafen sich auf der „Feuerbrücke Zeit“ beider Autoren. Doch deren Blick ging auch nach Außen. Ein erschütterndes Kinderschicksal, eine sterbende Liebe, aber auch politische Kritik standen auf dem Programm.

Und obwohl ein Lied über die Einsamkeit am Schluss stand, stahlen sich hier schon wieder freche Gedanken und ein Lächeln ein. So stand trotz allem ein heiter-versöhnlicher Grundton am Schluss.

NWZ am 02.09.2017

Noltenius und Welker lesen „Gegen den Strich“

Hude Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord setzt am Mittwoch, 6. September, um 19 Uhr seine Reihe „Literatur in der Remise“ fort. Zu Gast sind dieses Mal zwei alte Bekannte, nämlich Ulrike Noltenius aus Osnabrück und Detlef Welker aus Hude.

 

Die Beiden sind den Zuhörern wohlbekannt wegen ihrer frechen und humorvollen Lieder, Gedichte und Geschichten. Dieses Mal wollen sie ihr Programm etwas seriöser gestalten, heißt es in der Ankündigung. Dennoch sei es „Gegen den Strich“. Sie werden gegenseitig einige ihrer Lieder, vertont von Detlef Welker, vortragen und sich in Gedichten und Prosa dann ernsteren Themen zuwenden.

Noltenius und Welker, beide seit langem FDA Nord-Mitglieder, haben vor einigen Jahren entdeckt, dass sie sich literarisch hervorragend ergänzen. Also begannen sie, gemeinsame Programme zu entwickeln. In Hude gehören sie seit ein paar Jahren zum festen Bestandteil der Lesungen in der Remise.

Winfried Behlau, Delmenhorst,

 am 02.August 2017 zu Gast in der Remise

Alle Plätze Ausverkauft! Foto: Detlef Welker

Dorit Berger

 

Beeindruckender Weg zu anderen und zu sich selbst

„Wyn with the Stick“ las aus dem Tagebuch seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg

 

 

Er kam in seiner Pilgerkluft und mit dem Wanderstab zu seiner Lesung am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise: Winfried Behlau, genannt Wyn. In der Reihe „Literatur in der Remise“, die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord organisiert wird, las er aus dem Tagebuch seiner Wanderung auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela in der brechend vollen Remise.

 

Der ehemalige Physik- und Mathematiklehrer wollte nach seiner Pensionierung noch etwas unternehmen, statt auf dem Sofa zu sitzen. Der Camino, wie der Jakobsweg auch genannt wird, schien ihm dazu geeignet. Er machte außer dem Start- und Zielpunkt keine Pläne, buchte keine Unterkünfte, wusste nicht, ob seine körperliche Fitness ausreichen würde, sondern ging, offen für alle Unwägbarkeiten, einfach los. Diese Offenheit war unter anderem ein Punkt seiner selbst formulierten Fürbitten in einem der Pilgerreise vorangegangenen Gottesdienst.

 

Wer den ganzen Tag geht, beginne irgendwann ohne Störung nachzudenken, so Behlau. Er schaute auf sein Leben zurück, betrachtete die Gegenwart und begann schließlich, die Zukunft ins Visier zu nehmen. Dabei wurde ihm klar, dass er sich nun im letzten Drittel seines Lebens befand und mit jedem Schritt auf den Tod zuging. Im Laufe der Wanderung verlor der Tod für ihn jeden Schrecken. Im Tod solle man einen Freund sehen, sagt ein mittelalterliches Buch, und das ist Behlau offenbar gelungen.

 

Ein anderes großes Thema der Camino-Gedanken war die Vergebung. Wem muss ich vergeben, von wem Vergebung erbitten?  Vor allem, wen habe ich unabsichtlich verletzt? Und wie kann ich schlussendlich mir selbst vergeben?

Winfried "Wyn" Behlau Foto: Dorit Berger

Seine beeindruckendsten Erlebnisse seien aber die Begegnungen mit anderen Menschen gewesen, so der 71-jährige Delmenhorster. Dabei wurden sein löcherig gewordenes Pilgerhemd und der gebrochene, aber liebevoll geflickte Stab sein Erkennungsmerkmal, er wurde „Wyn with the stick“. Ob unterwegs oder in den Herbergen, immer kam es zu guten Gesprächen und Erfahrungsaustausch mit anderen Pilgern. Dass dabei oft auch sehr persönliche Erlebnisse und Gedanken dem wildfremden Gesprächspartner erzählt werden, komme immer wieder vor. Viele Menschen sehe man ja nach der Reise nicht wieder und verliere den Kontakt. Durch solche Gespräche könne jedoch oft der Blickwinkel verändert werden.

 

Behlau hat nicht nur Santiago de Compostela erreicht, sondern ein zweites Mal den Camino auf einer anderen Route beschritten. Rund 2000 km hat er dabei zu Fuß zurückgelegt. Doch aller guten Dinge sind drei: er hofft, im kommenden Jahr noch einmal auf den Jakobsweg zurückkehren zu können. 

Wo befindet sich die Remise?

Adresse: Von-Witzleben-Allee 3, 27798 Hude (Oldenburg)

 

Gebührenfreie, öffentliche Parkplätze befinden sich hinter der Wassermühle (1 min Fußweg) 

Wie geht es 2017 weiter?

 

  • 04. Oktober     Hanna Seipelt

 

  • 01. November  Elisabeth Drab  Liest aus Gedichtband "TageKleider"

 

  • 06. Dezember   Elli Nohr

Was ist eigentlich "Die Remise"?

Die Remise gehört zum 1232 gegründeten Kloster Hude, einer damaligen Zisterzienserabtei. Das Gebäude diente in seinem Ursprung als Wirtschaftsgebäude zum Zweck der Unterstellung von Kutschen und Wagen.

Die Mönche brachten das Kloster damals mit der Herstellung von Töpferwaren, Ziegeln und Textilien zu einigem Wohlstand.

Nach Niedergang und Auflösung des Klosters, kaufte 1687 Kurt Veit von Witzleben das Klostergelände, samt der noch vorhandenen baulichen Anlagen. Das Anwesen ist noch bis heute im Besitz der Familie von Witzleben. Dem im siebzehnten Jahrhundert gegründeten Rittergut, diente die Remise als Pferdestall und später als Garage.

In der heutigen Zeit wird die Remise vom Betreiber der Klosterschänke Hude bewirtschaftet. Hier finden in rustikalem Ambiente Veranstaltungen, wie unsere monatlichen Autorenlesungen statt.

   

Detailblick auf die Ruine des ehem. Zisterzienserklosters. Bild: D.W.

Historie der Remiselesungen

Im Jahr 2017 lasen bisher:

Inge Ried und Detlef Welker, Ilka Silbermann, Christine Metzen-Kabbe, Wolfgang Melzer, Marina Kushnir, Winfried Behlau, Ulrike Noltenius und Detlef Welker.

 

Im Jahr 2016 lasen bisher:

Inge Ried, Alfred Büngen, Inge Merkentrup, Christine Metzen-Kabbe, W. Herzig, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Axel Berger, Helga Belschner mit Elisabeth Drab, Elli Nohr, Inge Ried, Maren Bohm.

 

Im Jahr 2015 lasen:

Inge Ried und Andrea Wendeln, Rudolf Schlabach (Alfred Büngen), Elli Nohr, Hanna Seipelt und Axel Berger, Frauke Röhrs (Begl.Enno Poppen, Posaune), Connie Herzog, Gerhard Stübner, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Heinz Zeckel, Rainer Kaune, Norbert Arzberger mit Mathias Kopetzki.