1975 - 2015 - 40 Jahre Freier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord
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Herbsttagung 2016 in Vechta                                                30.09.2016 gemütliche LEserunde im Autorenkreis

Foto D.W.

Inge Merkentrup stellt eine tiefschichtige Erzählung vor.

Sehr aktuell, spannend und packend.

""Bernried" handelt von dem Willen älterer Dorfbewohner, Entwicklungen zu unterbinden, die sie aus Traditionsgründen nicht wollen. Die Protagonistin Bernadette aus dem Ort Bernried am Starnberger See gehört zu ihnen. Ihre Rolle in sich verändernder Situation steht im Mittelpunkt", so die Autorin.

Foto: D.W.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heinz Zeckel erzählte in einem ganz neu verfassten Stück, von einer Begegnung zweier Schülergenerationen der gleichen Schule.

Ein Klassentreffen der besonderen Art.

Foto: D.W.

 

 

 

 

 

 

 

Hanna Scotti bezauberte mit Lyrik (s. auch "Gedicht des Monats"! auf der Startseite)

Foto: D.W.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Der rote Kopf" aus seinem Erzählband "Verwandelt", sorgte wie immer bei den Zuhörern für eine nachhaltige Gänsehaut.

Gerhard Stübner erzählte mit leiser Stimme seine packende Geschichte.

Foto: U. Johannsmann

Detlef Welker (der Mann hinter der Kamera :-)) las den Entwurf einer pantastischen Geschichte.

 

Sehr hilfreich waren an diesem Abend die sich anschließenden Besprechungen und Gespräche der Autoren untereinander.

Nirgends bekommt man hilfreiche und qualifizierte Kritik besser, als im Kreise von Kolleginnen und Kollegen!

 

Natürlich - wer hätte auch daran gezweifelt - der Abend wurde mit Gitarrenklängen beendet. "Der  alte Harun" durfte dabei keinesfalls fehlen.

 

Frühjarstagung 2016 in Rastede

 

Siehe den gesonderten Reiter "Vom Risiko des Verstandenwerdens"!

Bild W. Ulrich

Am Abend gab es, außerhalb des offiziellen Programms, Kleinkunst.

Zum Beispiel von Wiebke Plett, die jeden der Anwesenden auf unnachahmliche Art, persönlich "begriff".

 

Bild: W. Ulrich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch dem immer wieder neuen Song vom "Mann, der sich Columbus nannte", oder vom "Alten Harung", hatte Martin Haas - freundlich unterstützt, besonders von Gerhard Stübner (sssst-tataaa!....) -  wieder Geltung verschafft.

Detlef Welker (hier rechts im Bild) hat ein paar seiner eigenen Lieder aus "Oberdödel-Dörpenfeld" vorgetragen.

Seminare auf der Herbsttagung 2014 in Vechta

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Seminare führte unser - zur Mitgliederversammlung frisch gewählter - erster Vorsitzender, Norbert Arzberger.

Am Samstag, gleich nach einem zeitigen Frühstück, gab es einen Wokshop mit dem Titel „Wägen, wählen, wirken, werten – eigene Texte im Resonanzraum einer Leserschaft.“
Christine Korte hatte diesen Workshop vorbereitet und moderierte ihn. Arbeitsgrundlage waren eingereichte Texte, Gedichte und Lyrik, deren Verfasser nur vermutet werden konnten. Die Arbeiten wurden intensiv besprochen und teilweise mit viel Leidenschaft diskutiert. Die Uhr setzte diesem Seminar schließlich ein mitleidloses Ende.

Workshop Wägen, wählen, wirken, werten...
Es wurde intensiv diskutiert

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Freund und Kollege (Jordan) T.A. Wegberg – schrift.wort.wegberg@t-online.dewww.tawegberg.de – aus dem FDA-Landesverband Berlin, hat uns aus seiner Tätigkeit als freier Lektor vorgetragen. Der Vortrag „Lektorat“ vermittelte uns daher sehr praxisnah, und gewürzt mit seinen eigenen Erfahrungen, recht nützliche Kenntnisse.
Wie wird man überhaupt ein Lektor und wie sieht dessen Berufsbild aus?
Welche Aufgaben haben die verschiedenen Lektoren wie Verlagslektor, Fachlektor, freier Lektor, Redakteur?
Wie sieht ein typischer Tag im Leben eines Lektors/einer Lektorin aus? Wie geht man mit Lektoren um, was kann, und was sollte man erwarten. Erfahrungen, die sich die Autorin oder der Autor erst mühsam erarbeiten müssten, hat Jordan zusammengefasst und uns vorgestellt. Nicht zu vergessen die Streiche, die manchem von uns Autoren die Rechtschreibreform spielt. Oder andere, leichtflüssige Fehlerchen. „Wenn-Sätze sind unwürdig“, war u.a. zu lernen. Wir haben uns über die teilweise unfreiwillig komischen Schreibfehler Anderer (natürlich nur verhalten) amüsiert. Diese Fehler hätten wir natürlich nie gemacht!

Norbert Arzberger bei seinem Referat "Peter Rosegger - Ein bisserl antisemitsch. Ein Essay und seine Form."

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 06.Oktober Referat von Norbert Arzberger.

 

In zwei losen Gruppen untersuchten die Autorinnen und Autoren den vorliegenden Text inhaltlich auf Aktualität und die schwierige Frage, ob sich die schriftstellerische Leistung von politischer Standortbestimmung trennen lässt. Eine Frage, bei deren Beantwortung die Meinungen leicht auseinander gehen können.

Welche sprachlich stilistischen Auffälligkeiten gab es im Text? Lässt sich dieser Text der Stilform Essay zuordnen? Wie gelungen ist dieser Text?

Besuch von Freunden aus dem FDA Landesverband Berlin

Wir konnten, dank der Initiative von Christine Korte, im Rahmen unserer Frühjahrstagung zwei Gäste, nämlich Axel Rösler und Jordan Wegberg, aus dem Landesverband Berlin bei uns begrüßen.
Wie unsere Frühjahrstagung von Ihnen aufgenommen wurde, zeigt der von T.A. Wegberg und Axel Rösler gemeinsam verfasste Artikel.
Axel Rösler hat mit zahlreichen Fotos den Verlauf der Tagung festgehalten. Wir haben von Ihm die Erlaubnis erhalten, einige dieser Fotos zu verwenden.



Vielen Dank an dieser Stelle für Eure Unterstützung!

Frühjahrstagung des FDA Niedersachsen/Bremen in Rastede

 

von Jordan T. A. Wegberg und Axel Rösler (FDA Berlin)

 

Im Flächenland Niedersachsen sind monatliche Treffen aller FDA-Autorinnen und -Autoren wegen der
riesigen Entfernungen nicht möglich, immerhin reicht das Gebiet vom Harz bis an die Nordsee.
Stattdessen hat der Landesverband hier eine sehr attraktive Alternative geschaffen: Zwei Mal im Jahr,
jeweils im Frühjahr und im Herbst, findet an wechselnden Orten eine Mitgliederversammlung statt, die
zugleich auch Vorstandssitzung und Tagung in sich vereint. Darüber hinaus werden an einigen Orten auch
regelmäßige Veranstaltungen angeboten, beispielsweise die monatlichen Lesungen in der Remise in Hude.
 

Am 2. Mai reisten Axel Rösler und ich auf Einladung des LV Niedersachsen/Bremen in vorfreudiger
Erwartung zur diesjährigen Frühjahrstagung nach Rastede. In der evangelischen Tagungsstätte konnten
wir gleich unsere schlichten, aber behaglichen Zimmer beziehen – praktischerweise Tür an Tür –, und
schon wenig später fanden wir uns im Speisesaal zum Abendessen ein.

Bisher waren uns nur wenige Mitglieder dieses Landesverbands persönlich bekannt gewesen, was sich
aber schnell änderte. Mit viel Herzlichkeit, Aufgeschlossenheit und freundlichem Interesse wurden wir
ohne Umstände in den Kreis der 15 Teilnehmer aufgenommen.

Dabei hat der Landesverband mit einem schweren Verlust zu kämpfen: Nur drei Tage vor dem Beginn der
Tagung war der erste Vorsitzende Fritz Lottmann an den Folgen seiner Krankheit gestorben. Seine
Anwesenheit war dennoch immer wieder spürbar, nicht nur durch das gerahmte Porträt, das – von einer
Kerze flankiert – im Seminarraum aufgestellt war, sondern auch durch die ungezählten Erwähnungen
seines Namens, immer liebevoll, wehmütig, manchmal sogar mit tränenerstickter Stimme.
 

Fritz Lottmann hatte diese Tagung organisiert, und man kann sich nur ansatzweise vorstellen, wie viel
Mühe und Arbeit ein solches Unterfangen macht. Als er spürte, dass die Kräfte ihn verließen, legte er die
Verantwortung in die Hände seines Freundes und Schriftführers Norbert Arzberger, der diese Aufgabe
trotz der damit verbundenen Belastung hervorragend erfüllte. Noch kurz vor seinem Tod äußerte Fritz
Lottmann den Wunsch, dass alles genau wie geplant stattfinden möge.
 

Dieser letzten Bitte folgten alle Teilnehmer, und so fand programmgemäß am ersten Abend ein
gemütliches Beisammensein statt, bei dem einige Autoren auch ihre Texte vortrugen. Dazu genügte eine
kurze vorherige Ankündigung. Die Lesungen wirkten dadurch spontan und unterhaltsam, erhielten aber
trotzdem die gebührende Aufmerksamkeit der Anwesenden. Und wir Berliner Gäste bekamen bereits
einen ersten Einblick in die außerordentlich hohe Qualität der literarischen Arbeit des LV
Niedersachsen/Bremen.

Besonders große Resonanz erhielt Detlef Welker, der einen im Grunde ganz banalen Vorgang – ein Mann
klettert auf eine Birke, greift nach einem morschen Ast und fällt herunter – in die verschiedensten
Erzählformen verpackte, vom Märchen über die Schwulstgeschichte bis hin zur Sportreportage. Das war
nicht nur brüllend komisch, sondern auch handwerklich sehr anspruchsvoll und hervorragend umgesetzt.
 


Zwischen den einzelnen, immer angemessen kurzen Textvorträgen gab es genügend Gelegenheit zum
Austausch und zum gegenseitigen Kennenlernen. Der Getränkekühlschrank der Heimvolkshochschule, aus
dem wir uns bedienen durften, war gut gefüllt und sorgte im wahrsten Sinne des Wortes für flüssige
Gespräche.


Gleich nach dem Frühstück am Samstagmorgen stand ein Workshop von Christine Korte auf dem
Programm: „Wägen, wählen, wirken, werten – eigene Texte im Resonanzraum einer Leserschaft.“ Jeder
Teilnehmer hatte im Vorfeld der Tagung die Möglichkeit gehabt, einen Beitrag von bis zu zwei Seiten
einzureichen. Sechs Autorinnen und Autoren hatten davon Gebrauch gemacht. Ihre Gedichte oder
Kurzprosa wurden nun in anonymisierter Form schriftlich an alle Teilnehmer verteilt, noch einmal von der
Seminarleiterin vorgelesen und anschließend nacheinander eingehend diskutiert. Für jede Einsendung
standen dabei rund 15 Minuten zur Verfügung, und dank Christine Kortes professioneller Moderation
wurde dieser Zeitrahmen auch eingehalten.


Natürlich gab es Spekulationen über die möglichen Verfasser, was die Spannung steigerte. Mindestens
ebenso spannend fanden wir aber auch die intensive Beteiligung sowie die hohe Qualität der
Wortbeiträge. Meine wichtigste Erkenntnis aus diesem Workshop war, dass ich Lyrik – zu der ich bisher
keinen guten Zugang hatte – künftig voller Begeisterung lesen werde, und zwar in genau diesem Rahmen
einer fachkundigen Gruppe von Mit-Lesenden. So erschlossen sich nämlich Details und Metaebenen, die
mir anderenfalls verborgen geblieben wären.
 

Nach dieser intensiven Textarbeit bot das Mittagessen eine willkommene Alternative zur geistigen
Nahrung. Im Anschluss blieb genügend Zeit für Verdauungsspaziergänge oder -schläfchen, ehe Heinz
Zeckel die Begrüßungsworte zu seinem Referat „Sein und Schein – vom Licht im Leben und in der
Literatur“ sprach.

Nach einem generellen Überblick zum Thema Licht als lebensbestimmendes universelles Phänomen stellte
er literarische Texte vor, die sich auf die verschiedensten Arten mit dem Motiv des Lichtes beschäftigen.
Das schloss eine Erzählung von Christoph Meckel ebenso ein wie Romane von Pascal Mercier oder Albert
Camus und zahlreiche Gedichte, unter anderem von Günter Eich, Karl Krolow, Tomas Tranströmer oder
Paul Celan. In jedem dieser Texte spielt das Licht in seinen verschiedensten Erscheinungsformen und auf
den unterschiedlichsten Bedeutungsebenen eine wichtige Rolle, beispielsweise als Metapher für intensives
Leben, für Wärme, Liebe oder Glück, aber auch als Sinnbild des bloßen Scheins.
 

Im zweiten Teil seines Referats ging Heinz Zeckel dann auf den kulturgeschichtlichen Hintergrund des
Lichtes ein – die Verehrung der Sonne als Gottheit in frühesten Kulturen beispielsweise oder die
Entstehung und Bedeutung des Namens Luzifer. Von hier schlug der Referent den Bogen zu zahlreichen
übernatürlichen oder parapsychologen Phänomenen, die mit Licht in Verbindung stehen, unter anderem
zu den viel berichteten Lichtwahrnehmungen bei Nahtoderfahrungen oder den Lichtphänomenen
bei Marienerscheinungen. Sehr viel Interesse erweckten auch seine Ausführungen über die „Lichtnahrung“
– ein Thema, das im Anschluss kontrovers und vielschichtig diskutiert wurde.
 

Trotz des hohen Anspruchs dieses Referats mit seinen zahlreichen Querverweisen auf die verschiedensten
literarischen, kulturellen und esoterischen Nebenschauplätze erlahmte die Aufmerksamkeit der Zuhörer
an keiner Stelle, weil Heinz Zeckel es meisterhaft verstand, sie durch präzise Sprache, bildhafte Beispiele
und wunderbaren Humor immer wieder aufs Neue zu packen. Eine der häufigsten Äußerungen der
Teilnehmer im Anschluss an diesen Vortrag war: „Ich hätte noch stundenlang zuhören können!“

Ein wenig Zeit blieb, um sich auf den eigentlichen Höhepunkt dieser Tagung vorzubereiten: die öffentliche
Lesung im Palais Rastede. Um hierzu einen Beitrag leisten zu können, hatte man sich bereits im Vorfeld
anmelden und seinen Text – nicht länger als acht Minuten – einreichen müssen. Das Palais ist ein
wunderschönes historisches Gebäude in einem bezaubernd romantischen Park. Hier finden regelmäßig
Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt.
 

Obwohl der Saal gut gefüllt war, blieb der große Besucheransturm leider aus. Immerhin war ein
Pressevertreter erschienen, der eifrig fotografierte und auch bis zum Ende der Veranstaltung
blieb. Seinen Artikel habe ich bereits gelesen; er enthält die presseüblichen Fehler („wurde dem kürzlich
verstorbenen […] Fritz Lottmann gedacht“), ist aber sehr wohlwollend verfasst.
 

Neun Autorinnen und Autoren hatten die Gelegenheit, in diesem schönen Ambiente ihre Texte
vorzustellen, leichtfüßig moderiert von Norbert Arzberger, dem lediglich bei seinen einleitenden Worten –
einem letzten Gruß an Fritz Lottmann – die Stimme zu versagen drohte. Auch diese neun Beiträge
präsentierten wieder die literarische Bandbreite des Landesverbands Niedersachsen/Bremen und
umfassten unter anderem Naturlyrik, Kurzgeschichten, humorvolle Gedichte sowie ein Versepos.
 

Die Lesung wurde musikalisch umrahmt von einem Trio aus Waldorf-Schülerinnen, die mit Violine, Cello
und Querflöte wunderbar heitere Barockmusik beisteuerten und viel Applaus ernteten.

 

In Fahrgemeinschaften kehrten wir zurück zu unserer nur wenige Minuten entfernten Tagungsstätte und
ließen den Abend dort bei Wein, Bier und Säften aus dem Kühlschrank des Vertrauens ausklingen.

 

Auch der Sonntag wurde noch einmal zur Fortbildung genutzt: Dorit Berger leitete das Seminar
„Vorlesen – Vortragen“, in dessen Rahmen sie auf verschiedene Vortragstechniken einging und Tipps gab,
wie man Texte mündlich besser vermitteln kann. In praktischen Übungen konnten die Teilnehmer sich im
Vortragen von Gedichten üben, in Gruppen einen kleinen Dialog einstudieren und ihre Wortmeldungen
singen.
 

Das gesamte Programm dieser Tagungwurde von den Mitgliedern des eigenen Landesverbandes gestaltet
und präsentiert, was ich für sehr bewundernswert halte. Die Dozenten oder Vortragenden wurden für ihre
Leistungen angemessen gewürdigt, denn jeder Einzelne von ihnen hat seine Aufgabe mit großem
Interesse, engagiert und kompetent erfüllt.

Beim letzten gemeinsamen Mittagessen wurde noch einmal deutlich, wie sehr der verstorbene erste
Vorsitzende allen fehlte und wie viele Fragen durch seinen Tod aufgeworfen
 wurden. Ich zweifle aber nicht
daran, dass seine Nachfolger die Arbeit des Landesverbands erfolgreich fortsetzen werden. Die
Herbsttagung sowie eine Anthologie sind bereits in Planung.

+++ Arbeitstagung des FDA vom 01. bis 03. November 2013 in Bad Bevensen +++

Unseren Landesverband vertraten bei dieser Tagung im Gustav-Stresemann-Institut, Fritz Lottmann, Krimhild Stöver, Gesina Jaeckle, Waltraut Ullrich, Gisela Feuersenger, Hans-Jürgen
Schmelzer und Christine Korte.

Bild: Christine Korte

Bericht von Christine Korte:



"Der Zorn des Autors - Sozialkritik in der Literatur

 

Arbeitstagung des FDA zum Büchner-Jahr

vom 1. bis 3.11.2013 in Bad Bevensen

 

Was für ein Wochenende, da in der Heide! Von nah und fern reisten

sie an aus allen Bundesländern, die Kolleginnen und Kollegen des FDA, 

um sich zu einer Arbeitstagung um den großen Büchner herum zu scharen,

der am 17.10. dieses Jahres seinen 200.Geburtstag gefeiert hätte, wäre er

nicht 23jährig verstorben. Wenige Jahre Leben haben ihm immerhin gereicht,

uns manches zu hinterlassen, das immer wieder den zweiten, dritten und jeden

weiteren Blick lohnt.

So hörten wir inspirierende Vorträge, wunderbare Lesungen und arbeiteten

uns in Workshops an verschiedenen Schwerpunkten ab.

Ungefähr 60 waren gekommen, die sich kennen, mögen, beharken, widersprechen,

gegenseitig lesen oder ganz neu kennenlernten. Was für eine kuriose Versammlung!

Herrlich war's, den einen und die andere wiederzusehen und mit neuen Gesichtern und

Texten in Verbindung zu treten.

Abends liefen im Gewölbekeller bei dem einen oder anderen alkoholischen Getränk

die Gemüter zu Hochtouren auf.

Mit allerlei neuen Ideen, Erkenntnissen, Büchern, Visitenkarten und Facebookfreunden

gingen wir am Sonntag wieder auseinander, ein jeder zurück in sein Land und sein

Leben, beglückt und reich durch die Begegnungen und alles Gehörte.

Ein herzlicher Dank gebührt allen, die diese schönen Tage vorbereitet und ermöglicht

haben!

Wir sehen uns wieder im November 2014 - dann in Bayern! Ich freue mich drauf.


Christine Korte"

 

Nachstehend das Tagungsprogramm:

Seminare- von und für Mitglieder des FDA Niedersachsen und Bremen, im Rahmen der Mitgliederversammlung

Martin Haas hielt am Vormittag des 12.10.13 ein fundíert ausgearbeitetes Referat über "Auge und Ohr im Text". Er beleuchtete in seinem sehr interessanten Vortrag, die "Gestaltwahrnehmung im Sehen und Hören" aus anthropologischer, religionsgeschichtlicher und literaturgeschichtlicher Sicht, von den Hieroglyphen bis in die Gegenwart.

 

 

 

 

 

"Journalistische Darstellungsformen" im Spannungsfeld von "Information" und "Meinung". Ernst Habel führte am Sonntagvormittag ein aufschlussreiches Seminar zum Thema durch. Die Kolleginnen und Kollegen des Landesverbandes hatten während des Seminars auch gleich Gelegenheit zu einem Versuch, das soeben Gehöhrte, in journalistischer Weise umzusetzen. Das war zwar nicht so einfach wie gedacht, aber sehr lehrreich.

Diese Seminare sind sehr gut aufgenommen worden.

Dass unsere Autoren sich gegenseitig unterstützen, ist im Laufe der Jahre zu einer schönen Tradition geworden. 

Und mal ehrlich: das "literarische Handwerkszeug" abzustauben, aufzupollieren oder zu ergänzen, tut nicht nur "Schreibneulingen" gut.

 

In gemütlicher Runde wurden am Abend, zwanglos eigene Texte vorgetragen und miteinader besprochen. Ein Gläschen Wein war der Stimmung im Gemeinschaftsraum nicht abträglich.  

Christine Korte reflektiert den Lauf der Jahreszeiten.
Gesina Jaeckle hat eine brandneue Geschichte.
Gerhard Stübner tägt mit seiner reifen Lyrik zum Stimmungsbild des Abends bei.
Fritz Lottmann trägt vor.
Heinz Zeckel im Kreis der gebannt lauschenden Freunde.
Man nimmt gern Gelegenheit sich auszutauschen.
Stellvertretend für alle Mitglieder, ein herzliches: "Zum Wohl!" Es war eine gelungene Veranstaltung.